Beim Aufräumen alter Unterlagen bin ich auf meine schriftlichen Aufzeichnungen gestossen, die ich damals gemacht habe, um meine Mailingaktionen in Zahlen zu erfassen.

Die gefundenen Statistiken sind vom Ende der Neunziger Jahre. Bereits damals habe ich meine Mailings in verschiedenen Varianten raus geschickt. Mein Antrieb, meine Motivation war dabei einzig und allein,  heraus zu finden, mit welchen Mitteln ich mehr Kunden gewinnen konnte.  Von Mitarbeitern bin ich wegen meiner Strichlisten belächelt worden.

Einmal habe ich sogar rote Briefumschläge genommen. Das als Finanzberater !!! Über manche Sachen und Versuche kann ich heute selbst nur lächeln und den Kopf schütteln. Beim Sichten der alten Unterlagen kamen viele Erinnerungen wieder hoch. Musste mich richtig losreissen. Zu dieser Zeit hat es noch gewirkt, ein kleines Puzzlebild zerlegt in den Brief zu streuen und das eine fehlende Puzzleteilchen im Nachfassbesuch mitzubringen. Das hat wenig mit Texten zu tun, meinen Sie vielleicht. Irrtum. Die ganze Aktion war um die Puzzleteile herum aufgebaut. …. Erinnerungen.

Das Testen ist heute gerade im Internet durch softwaregesteuerte Programme per Tastendruck zu handhaben. Nicht mehr zu vergleichen mit meinen alten Strichlisten.

Heute  verschicke ich keine “reale” Briefpost mehr, um für mich und meine Dienstleistung zu werben. Die Werbung an sich ist vollkommen in den Hintergrund getreten. Viel wichtiger ist das Liefern von Informationen, die dem Leser einen wirklichen und sofortigen Nutzen bringen. Kein leeres Blabla und Allgemeinplätze, die man schon überall finden kann. Mit dem Mainstream zu schwimmen, hat viele Vorteile. Sicherheit. Man kann nichts verkehrt machen. Doch wirkliche Erfolge entstehen in den wenigsten Fällen aus dem Mainstream heraus.

Soviel jetzt meine nostalgischen Anwandlungen. Im nächsten Beitrag dann wieder Näheres zum Thema “Führungskräfte und Social Media”.

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